Bottroper Geschichte - Das Original
Letzte Aktualisierung: 19.05.2010
| Die tabellarische Chronik der Stadt Bottrop wurde von mir im Oktober 2000 unter Zuhilfenahme folgender Hauptquellen zusammengestellt und wird seitdem ständig ergänzt und bearbeitet. Für Ergänzungen und Fehlerkorrekturen bin ich sehr dankbar. Dr. Schetter: "Festschrift 23.02.1953 zur Großstadtwerdung Bottrops", Stadt Bottrop, 1953 Vestische Jahrbücher, Vestische Kalender Internet-Seite der Stadt Bottrop http://www.bottrop.de Weitere Informationen kamen vor allem aus den Beständen der Stadtbücherei Bottrop, des Stadtarchivs Bottrop und der Sammlung Wilfried Krix In eigener Sache: Mir ist inzwischen bekannt, das die folgende Aufstellung mittlerweile auf einem halben Dutzend anderer Webseiten zu finden ist, teilweise 1:1 kopiert und ohne Nennung der Quelle. Dazu erkläre ich, das ich der Urheber dieser Liste bin und diese seit Oktober 2000 im Netz steht und seitdem von mir aktualisiert wird. Die Informationen, die ich hier per Recherce aus Büchern, Archiven etc. zusammengetragen habe, sind natürlich öffentlich, die Formulierungen und Gestaltung allerdings nicht. Es sollte eigentlich jedem klar sein - vor allem anderen Webmastern - wie viel Arbeit in der Recherce steckt. Ebenso sollte klar sein, das man Quellen ordnungsgemäß zitieren muss. Was bei gedruckten Publikationen längst Standard ist, scheint im Web noch nicht allen klar zu sein. Daher folgender Hinweis: Bei Nutzung der Informationen aus dieser Website ist die Quelle - www.krix-s.de/bottrop.htm - zu nennen. Übernahme von Formulierungen oder Teilen der Aufstellung in andere Publikationen (egal ob Web oder gedruckt) ist möglich, bedürfen aber neben der Quellennennung die vorherige Genehmigung des Autors. Der Sinn und Zweck dieser Aufstellung ist die Veröffentlichung und Archivierung dieser Informationen zur Stadtgeschichte. Daher steht der Verbreitung in anderen Publikationen im Prinzip nichts im Wege - allerdings unter Wahrung der Urherberrechte. Stefan Krix, März 2006
Informationen aus dieser Website wurden bei der Erstellung der hervorragenden Festschrift "Leben mit Gesang - 125 Jahre Tradition" des Männer Quartett 1881 Bottrop e.V. benutzt, die 2006 anlässlich des 125jährigen Bestehens veröffentlicht wurden. Mehr Informationen zu der Festschrift hier. |
Geschichtete und Geschichten
11. Jahrhundert 1032 1092
12. Jahrhundert 1150
1155 1162
13. Jahrhundert ab 1200 1207 um 1230 1253
14. Jahrhundert 1309 um 1340 1355 1385 1396
15. Jahrhundert 1419 1425 1426 1427 1432 1433 1446 1460 1486
16. Jahrhundert 1506 1573 1576 1579
1583 1584 1595 Die 'Alte Kirche' in Kirchhellen aus dem 13. Jahrhundert wird bis 1605 erweitert und mit Glocken (1605, 1642) und einem Hochaltar (1611) ausgestattet. 1598
17. Jahrhundert 1630 1643 1652 1660 1673
18. Jahrhundert 1720 1766 1777 1782 1785 1787 1788 1796
19. Jahrhundert 1803 1809 Die Kommende Welheim wird vom Deutschritterorden aufgegeben nachdem Napoleon per Dekret den Orden aufgehoben hat. Das Anwesen geht in den Besitz des Herzogs von Arenberg über, der bereits 1806 versucht hatte, die Kommende zu beschlagnahmen. 1811 Erstmals wird ein Haushaltsplan für die Maire Bottrop aufgestellt. 1815 1821 Wilhelm Tourneau wird neuer Bürgermeister von Bottrop und Osterfeld. Er ist bereits auch schon Bürgermeister von Kirchhellen. Das Vest Recklinghausen wird nach einer Neugliederung aus dem Erzbistum Köln herausgelöst und wird der Diözese Münster zugeschlagen. 1823
Friedrich Karl Devens pachtet das Gut Welheim. Er wird 1830 Landrat des Kreises Recklinghausen und wird bis zum Ende seiner Amtszeit (1848) den Kreis von Welheim aus verwalten. Seine Witwe wird noch bis 1876 den Betrieb des Gutes weiterführen. Dem Schulvikar werden mit Franz und Adolf Triffterer zwei weltliche 'Gehilfen' beiseite gestellt, die später ordentliche Lehrer werden. Bottrop verliert Gebiet: Grafenwald wird Kirchhellen zugeschlagen. 1828 1830 In der Boy wird ein zweites Schulgebäude für die Gemeinde erbaut. 1832 1833 1839 1840 Bürgermeister Wilhelm Torneau verfasst die Chronik des Kirchspiele Bottrop und Osterfeld 1843
1851 1856
1858 1862 1863 1865 1868 1869 1873 Nach einer neunmonatigen Übergangsregelung durch Amtsverwalter Hofmeister wird Gustav Ohm neuer Amtmann von Bottrop. Erstmals befasst sich die Amtsversammlung mit dem Gedanken, ein eigenes Amtshaus zu bauen. Zwei Jahre später wird für 7800 Mark ein Grundstück an der Kirchhellner Straße dafür gekauft. 1874
Bottrop erhält beim Bau der 'Emschertalbahn' seinen ersten Bahnhof: Bottrop-Süd Mit der Luggesmühle geht eine weitere Windmühle in Betrieb. Bereits ein Jahr später wird sie neben der Wind- auch einen Dampfantrieb bekommen - ein klarer Wettbewerbsvorteil, da sie nun das ganze Jahr mahlen kann. 1875
Erstmalig findet ein monatlicher Pferdemarkt statt, der Handelsplatz trägt ab 1879 auch offiziell den Namen 'Pferdemarkt'. Pfarrer Englert kauft das Haus hinter der Cyriakuskirche und läßt eine neues Gebäude für die Rektoratsschule samt Rektorwohnung bauen. 1878 1879 Das Amtsgericht Bottrop wird an der Horster Straße eingerichtet. Es untersteht dem Amtsgericht in Münster. Bottrop-Nord ist der zweite Bottroper Bahnhof an der Strecke Oberhausen-Osnabrück der Rheinischen Bahn. 1880 1881 1883 1884 1885 1888 1889
1891
1892 Der Amtmann Ohm muß seine Wohnung im Amtshaus räumen, da der gesamte Platz benötigt wird. Schon 1902 muss das Amtshaus um einen ganzen Flügel erweitert werden, 1912 beschließt die Gemeinde einen Neubau. 1895 Erstmalig bekommen die Straßen in Bottrop Namen. 1896 Bürgerfamilien aus Bottrop gründen eine 'private Töchterschule' - erster Standort ist das Wohnhaus der Lehrerin in der Wilhelmstraße (jetzt: Gladbecker Straße). Es ist die Keimzelle des späteren Josef-Albers-Gymnasiums. 1898
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird eingeweiht und auf dem Neumarkt aufgestellt. Es wird im Laufe der Jahre mehrmals den Standort wechseln. 1899 Die private höhere Mädchenschule wechselt in das erste eigene Schulgebäude an der Schanhölzstraße 21. In den Jahren 1907 und 1910 werden bereits Um- und Ausbauten fällig.
20. Jahrhundert 1900 Mit Hermann Böckenhoff bekommt Bottrop seinen letzten Amtmann. Der Verein für Bewegungsspiele Bottrop, der VfB Bottrop 1900 e.V., wird gegründet. 1901 . 1902
Die Rektoratsschule wird in einen Neubau an der Osterfelder Straße verlegt. 1905 Die Einwohnerzahl beträgt etwa 34.000. Von Seiten der Gemeinde wird erstmalig versucht, die Stadtrechte und damit größere Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu erlangen. Beginn der Abteufung von Prosper III (erste Kohleförderung 1908). 1907 Die alte Kapelle des Haus Welheim wird wegen Baufälligkeit abgerissen. Das Renaissanceportal von 1643 wird dem ortsgeschichtlichen Museum in Essen übergeben. 1908 Bottrop zählt 42.126 Einwohner, in den letzten sechs Jahren hat deren Zahl um ca. 55% zugenommen. 1909 Weite Teile im Süden und Osten von Bottrop werden nach Deichbrüchen von der Boye überschwemmt. Die 1904 gegründete Emschergenossenschaft baut die Boye auf 8 km Länge in der Zeit von 1912/1918 aus. Beginn der Abteufung der Schachtanlage Arenberg-Fortsetzung (erste Kohleförderung 1912). Das Haus Welheim wird mit 578 Morgen an die Arenberg'sche Actiengesellschaft verkauft. 1910
Auch die private Töchterschule wird umgewandelt: Die Gemeinde übernimmt sie als eigene Schule, 1914 wird sie als Lyzeum anerkannt und wird damit eine höhere Lehranstalt. Die Luggesmühle wird elektifiziert, zwei Jahre später werden die Windflügel demontiert. 1912 Die Gemeinde bewilligt auf Anregung des Amtmannes Böckenhoff 200 Mark zur Erforschung der Geschichte Bottrops. Mit der Aufgabe wird Oberlehrer Dr. Frie beauftragt. 1913 Die alte Dorfschule hat ausgedient: das Grundstück wird verkauft, das Gebäude abgerissen. Ende der zwanziger Jahre wird genau an dieser Stelle der künftige Stadtmittelpunkt entstehen: Das Kaufhaus Althoff.
Die Liebfrauenkirche auf dem Eigen wird von dem Kölner Dombaumeister Bernhard Hertel ebenfalls im gotischen Stil erbaut. Beginn der Abteufung der Schachtanlage Vereinigte Welheim (erste Kohleförderung 1914).
1915 1916
Das 'Theater Königsfeld' läßt sich in Bottrop nieder, die Stadt bekommt damit ihr erstes ständiges Theater. Zunächst wird in einem Zelt auf dem ehemaligen Kirmesplatz gespielt bis 1918 ein Holzbau errichtet wird. Erste Pläne für einen massiven Theaterbau werden wegen der Kosten von der Gemeinde abgelehnt. 1918 Am Bottroper Mädchen-Lyzeum wird eine Frauenschule angegliedert. Schwerpunkte sind Haushaltungskunde, Gesundheitskunde und Kinderpflege, Kindergarten und Nadelarbeit. Wegen geringer Schülerzahlen wird die Schule bereits 1922 wieder geschlossen. 1919 ![]() © Stadtarchiv Bottrop Josef Franke errichtet seine zweite Kirche in Bottrop, St. Josef, die Stilmerkmale der Romantik, des Barocks sowie des Jugendstils in sich vereint. Die Spartakisten erstürmen im Februar das Bottroper Rathaus. Die Volkshochschule Bottrop nimmt ihre Arbeit auf. Bereits 1923 wird das Angebot wegen zu geringen Interesses wieder eingestellt. 1920 Nach Übergangsregelungen nach der Stadtwerdung wird Dr. Erich Baur der 1. Oberbürgermeister der Stadt Bottrop. Am Karsamstag kommt es zwischen der 'weißen' Brigade Löwenfeld und der Roten Ruhr-Armee zur 'Schlacht um Bottrop'. Josef Albers stellt seinen Entwurf für das zu schaffende Bottroper Stadtwappen vor. Er wird einhellig als 'zu modern' abgelehnt. 1921 Der Stadtgarten wird im Stil eines englischen Landschaftsgarten mit einem Gondelteich angelegt.
1923 Im November kostet ein Exemplar der 'Bottroper Volkszeitung' mehr als 1 Billion Mark., die Stadt gibt im Verbund mit Osterfeld und Gladbeck eigenes Notgeld heraus. Der höchste Nennwert im November ist 20 Billionen Mark. Das städtische Mädchen-Oberlyzeum bezieht sein neues Schulgebäude gegenüber dem Rathaus. Erst im letzten Jahr wurde die Genehmigung zum Ausbau der Schule zur Vollanstalt erteilt. Damit kann 1925 hier das erste Abitur abgelegt werden.
1924 Mit dem Jahnstadion wird Bottrops größte Sportstätte eröffnet. 1925
Der Caritasverband Bottrop wird gegründet. Auch in Kirchhellen - in der Hohen Heide - wird unter Protest der Bevölkerung erstmals nach Kohle gebohrt. 1926
Die Kirchheller Heide - Heide- und Moorlandschaft Kletterpoths - wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Erstmalig wird angeregt, die Hochstraße komplett für den Kraftfahrverkehr zu sperren. Der Holzbau des Theater Königsfeld wird baupolizeilich geschlossen und brennt ein Jahr später ab. Aber es gibt endlich Ersatz: Die Schauburg - Kino und Theater zugleich - von Erbauer des Rathauses Ludwig Becker und dem Bühnenarchitekten Karl Wild geplant wird im November mit 'Figaros Hochzeit' eröffnet. 1927 Die größte Zentralkokerei Europas entsteht in Bottrop an Prosper II. auf dem ehemaligen Gut Welheim, da sich die hier abgebaute Kohle gut zur Herstellung von Koks eignet.
Die Stadtbibliothek wird eröffnet; sie ist jedoch nur dem Fachpublikum zugänglich. Erst 1934 wird eine öffentliche Stadtbücherei die Buchausleihe für alle Bürger anbieten. Das Jungen-Gymnasium an der Blumenstraße wird umgebaut und neben dem altsprachlichen um einen neusprachlichen Zug erweitert. 1928 Die evangelische Paul-Gerhard-Kirche wird eingeweiht. Da der Bau und die geplanter Erweiterung der Zentralkokerei den Gebäudebestand gefährdet, plant die Stadt Bottrop ein Gipsmodell der Kommende Welheim anfertigen zu lassen um sie so in einem geplanten Heimatmuseum der Nachwelt zu erhalten. Zuvor hat man sich bemüht die, das ehemalige Welheimer Kirchenportal von Essen zurückzuerwerben. das Begehren wird mit der Begründung abgelehnt, dass das Portal im Neubau des Ruhrlandmuseums eingebaut werden soll. Dort wird es später bei den Luftangriffen auf Essen zerstört.
1929
Theodor Althoff errichtet in der Stadtmitte auf dem Gelände der alten Dorfschule das erste Warenhaus Bottrops auf 5.000 qm.
Die Berufsschule wird fertiggestellt. 1930 Die Zeche Arenberg-Fortsetzung wird stillgelegt. Die Reste der alten, bereits 1910 stillgelegten Wassermühle der Kommende Welheim werden dem Erdboden gleichgemacht. 1931
Auch die Zeche Vereinigte Welheim wird stillgelegt. 1932 Die katholischen Kirchen Bottrops werden innerhalb des Bistums Münster zu einem eigenen Dekanat zusammengefasst. 1933 Bei den letzten freien Kommunalwahlen setzt sich das Zentrum mit 30,9% der Stimmen als stärkste Kraft vor der NSDAP mit 25,9 % durch. In kürzester Zeit wird das öffentliche Leben gleichgeschaltet. Die Parteien lösen sich auf. Bisherige Repräsentanten, wie Oberbürgermeister Baur 'gehen in Urlaub bis zur Pensionierung'. Die Stadtverordnetenversammlung wird durch 16 berufene Gemeinderäte ersetzt. Emil Irrgang, Stadtverordneter aus Bielefeld, wird der neue Oberbürgermeister. Der Bahnhof Bottrop-West wird in Hauptbahnhof Bottrop umbenannt.
1934 1935 1936 1937 1940
Die Bronzeglocken der Bottroper Kirchen geraten ins Visier bei der 'Metallspende des Deutschen Volkes'. Neben den gesammelten 33 t Metall wird auch eine Aufstellung aller Glocken gemeldet. Von einem Ausbau zwecks Einschmelzung wird abgesehen; ebenso soll das einzige Denkmal der Stadt - Kaiser Wilhelm I. - erhalten bleiben. 1942 1943 Robert Hoffmann, Beigeordneter und Stadtbaurat von Herten, wird neuer Oberbürgermeister nachdem die Stelle fast anderthalb Jahre vakant war. 1944
Auch gegen die Zeche Prosper werden gezielte Angriffe geflogen. Das Herrenhaus und der Südturm der Kommende Welheim werden durch Sprengbomben, die das Ziel Zentralkokerei und Ruhröl haben, total zerstört. 1945 Der Steuerdirektor Franz Reckmann wird der fünfte Oberbürgermeister von Bottrop. Nach den ersten Gemeindewahlen wird er das Amt des Oberstadtdirektors übernehmen. 1946 Die 1923 eingestellte Volkshochschule wird wieder ins Leben gerufen. 1949 Die Bottroper Volkszeitung erscheint erstmalig wieder unter Ihrem Tradtionsnamen, nachdem sie seit 1946 übergangsweise Westfalenpost hies. Die Bottroper Mädchenoberschule wird in ein Neusprachliches Gymnasium für Mädchen umgewandelt. 1951
Die alte Glocke der Kapelle der Kommende Welheim wid von St. Johannes in die neugebaute Kirche von St. Antonius zurück nach Welheim gebracht. 1953 1954 Die letzten Reste der im Krieg zerstörten Kommende Welheim werden abgerissen. Die Fläche wird zum Teil überbaut. Mit einem Panzerpflug wird als letzter Rest der Gebäude der Stumpf des Südturms beseitigt. Arno Heinrich stellt seine geologische Privatsammlung in der Körnerschule erstmals der Öffentlichkeit vor. Auf Vorschlag der Stadt wird sie in eine Dauerausstellung und den Grundstock für ein Museum umgewandelt. 1955 Fast die Hälfte der 40.000 Beschäftigten in Bottrop lebt direkt oder indirekt von der Kohleförderung. Der erste Bus fährt zwischen der Stadtmitte und dem Eigen - das Ende der Ära der Straßenbahnen beginnt. Das renovierte Stenkhoffbad erreicht gleich in der ersten Saison über 100.000 Besucher. Dem Bottoper Augenarzt Johannes Ohm wird zu seinem 75. Geburtstag die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bottrop verliehen. Er hatte seit 1907 in der Stadt praktiziert und konnte durch seine Erforschung des "Augenzitterns bei Bergleuten" über 2.000 Patienten helfen und dafür sorgen, das diese Krankheit durch bessere Beleuchtung unter Tage nicht mehr auftrat. 1956 Das bereits 1951 zweigeschossig wieder aufgebaute Kaufhaus Althoff wird um drei weitere Stockwerke erhöht. Bottrop wird dem neu geschaffenem Bistum Essen zugeordnet. Kirchhellen bleibt weiterhin bis heute im Bistum Münster. Die Luggesmühle stellt den Betrieb ein. Das Gebäude wird als Lagerstätte für Futtermittel genutzt. 1957 Über 30 Jahre nach den ersten Überlegungen (damals für die Hochstraße) wird Autos die Durchfahrt durch die Hansastraße erstmalig in den Hauptverkehrszeiten verboten. 1958 Das Gebäude der Stadtsparkasse am Pferdemarkt wird fertiggestellt, das beliebte Gasthaus Schäfer muss dafür weichen.
Das Hallenbad am Berliner Platz wird im Oktober eingeweiht.
Mit dem Schacht 9 der Zeche Prosper IV wird erstmals Kohle unter Kirchhellen-Grafenwald abgeteuft. Auf dem Gelände der ehemaligen Kommende Welheim werden durch Arno Heinrich erste Ausgrabungen durchgeführt. Dabei werden mittelalterliche Keramiken und ein Spinnwirtel gefunden. 1959 Der Trappenkamp wird in Berliner Platz umbenannt. Nach einer neuen Theorie des Rechtsanwaltes Dr. Heinrich Heyers, die er im März in seiner Schrift 'Die Geheimnisse unserer Landkarten' darlegt, stammt der Name Bottrop von Bootes, einem Stern im Sternbild des Plotemäus und ist auf die Anwesenheit der Römer in unserem Landstrich zurückzuführen... 1960 Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Bottrop ist seit 1950 von 927 auf 436 Hektar zurückgegangen - Bottrop wird endgültig Industriestadt. Die Osterfelder Straße wird vierspurig ausgebaut - Mitte der 60er Jahre wird sie eine Breite von 23 m haben. Dem Ausbau zwischen Altmarkt und Friedrich-Ebert-Straße sowie der Anbindung zum Berliner Platz fallen zuerst das Haus Schmuck und das Haus der Fa. Unterberg zum Opfer.
Die Firma Böhmer beginnt den Neubau ihres Geschäftes am Altmarkt. Auch dieser Bau wird das Gesicht der Innenstadt prägen. 1961
In der von der Stadtkämmerei herausgegebenen Broschüre "Dein Geld Im Haushaltsplan" wird unter anderem der Bau eines eigenen Stadttheaters für die nahe Zukunft in Aussicht gestellt. Im Ortsteil Boy wird an der Horster Straße ein Marktplatz gebaut, um den sich das Geschäftszentrum bildet. Bernhard Roghmann (CDU) wird neuer Oberbürgermeister der Stadt Bottrop. Schon 1964 wird der bisherige Amtsinhaber, Ernst Wilczok (SPD), dieses Amt zurückerhalten. 1962 Die Rheinstahl Bergbau AG, Nachfolgerin der Arenberg AG, läßt am 31. Oktober die vom Krieg stark zerstörte Knippenburg sprengen. Heute befindet sich dort ein Gewerbegebiet. 1963 1964 Die Hansastraße und die Straße 'Am Pferdemarkt' werden zur Fußgängerzone. 1965 1966
Das City-Hotel und das Parkhaus an der Osterfelder Straße werden fertiggestellt. Bei Ausschachtungsarbeiten für eine Fernwärmeleitung wird der ehemalige Friedhof der Kommende Welheim (bis 1842) wiederentdeckt. 1967 Die Schachtanlage Rheinbaben wird stillgelegt . Der älteste Bahnhof Bottrops, Bottrop-Süd, wird zum Anfang des Jahres vollständig aufgegeben, da er keine Bedeutung für den Personenverkehr mehr hatte. Das staatliche Gymnasium an der Sterkrader Straße nimmt erstmals auch Mädchen auf. Damit entsteht die erste Koedukationsschule. 1968 Auf Weisung des Schulverwaltungsamtes melden Eltern ihre Söhne am städtischen Mädchengymnasium an, das das staatliche Gymnasium überfüllt ist und am städtischen Jungengymnasium nicht mit Englisch, sondern nur mit Latein begonnen werden kann. 1969 1970 Die alte St.Johannes-Kirche in der Boy wird wegen Bergschäden abgerissen und 1973 durch einen modernen Neubau ersetzt. Das Studienhaus für Lehrerfortbildung des Bistums Essen bezieht seine Räume am Ehrenplatz. 1973 Im Rathaus werden erstmalig in einer großen Ausstellung Werke von Josef Albers gezeigt. 1974 Das Volksbegehren gegen die kommunale Neuordnung scheitert am 13.02.1974. Bottrop, Kirchhellen und Gladbeck sollen als eine Stadt unter den Namen 'Bottrop' zusammengeschlossen werden. Die Vorschläge 'Kirchhellen' und 'Wittringen' scheitern. Sowohl Gladbeck als auch Kirchhellen legen Verfassungsbeschwerde ein. Das Verbundbergwerk Jacobi-Haniel wird stillgelegt; Prosper und Haniel bilden ein neues Verbundbergwerk. Das Vestische staatliche Gymnasium geht in den Besitz der Stadt Bottrop über und heißt nun Vestisches Gymnasium Bottrop. 1975 Nach den Kommunalwahlen wird Theo Knorr (SPD) neuer Oberbürgermeister der Stadt Bottrop. Mit dem Nikolausurteil (am 06.12.1975) wird der Zusammenschluss gerichtlich als 'von Anfang an nichtig' beendet. Damit sind die auch Ergebnisse der Wahlen nichtig, der alte OB ist wieder im Amt.
Die vor einem Jahr gegründete Fernuniversität Hagen richtet in Bottrop ein Studienzentrum ein. 1976
Josef Albers stirbt in Orange / USA. Kurz vorher wird mit seiner Einwilligung das städtische Mädchengymnasium in Josef-Albers-Gymnasium umbenannt; die Schule wird auch offiziell eine Koedukationsschule. Das Museumszentrum Quadrat wird eingeweiht. Die Eiszeithalle, das Medienzentrum und die Moderne Galerie ergänzen das Heimatmuseum. Im Dezember fahren in Bottrop die letzten Straßenbahnen; der Nahverkehr wird nun vollständig von Bussen übernommen. 1977 1978
In Kirchhellen wird der Traumlandpark eröffnet. Die Gebäude der Westfalia-Brauerei und der Brotfabrik Allermann in der Innenstadt werden abgerissen um dem Neubau eines Einkaufszentrums Platz zu machen. Das Trapez, Ergebnis der Umgestaltung der Gladbecker Straße, wird fertiggestellt. 1979 Zum Ende des Jahres wird Prosper III stillgelegt. 1980 In den USA erscheint eine Briefmarke zum Gedenken an Josef Albers mit der Abbildung eines seiner Gemälde ('Glow') und dem Satz 'Learning never ends'.
Auf einer stillgelegten Zechenhalde in Duisburg-Obermeiderich wird der Marmorsockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals von 1898 wiedergefunden. Das Bronzedenkmal selber ist vermutlich im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden. 1981 Der vom Bottroper Stadtarchitekten Bernhard Küppers entworfene Saalbau am Rathaus wird eröffnet. Anni Albers, Witwe von Josef Albers und die Josef Albers Foundation New Haven übereignen der Stadt 90 Ölbilder und das nahezu vollständige graphische Werk von Josef Albers, der bereits 1973 der Stadt einige seiner Werke geschenkt hatte. Im Revierpark Vonderort wird die Eislaufhalle eröffnet, die sich an das Freibad anschließt. Das Hansa-Zentrum, ein Einkaufszentrum im Herzen der Innenstadt, wird eröffnet und gibt ihr ein völlig neues Gesicht. 1983
Passend dazu bringt auch die Deutsche Post - drei Jahre nach der amerikanischen - eine Sonderbriefmarke mit einem Motiv von Josel Albers heraus.
Der Berliner Stadtteil Wedding wird die dritte Partnerstadt Bottrops. Das Infoheft "Bottrop Stadt der Treffpunkte" wird nach 15 Jahren eingestellt. Versuche mit Nachfolgeheften schlagen fehl. Die geplante Ausgrabung der Anlage der Kommende Welheim wird trotz vorheriger Zusage durch die RAG aufgrund technischer Probleme und Altlasten verhindert. Eine systematische Untersuchung der nördlichen Teilfläche wird durch die Anlage eines Lärmschutzwalls vereitelt. 1986 Das Vestische Gymnasium zieht nach Kirchhellen in die Gebäude der Hauptschule Kirchhellen. Die Räume an der Horster Straße werden nach und nach zugunsten der ersten Gesamtschule leergezogen. 1987 Mit dem ungarischen Veszprem wird zum ersten Mal eine Städtepartnerschaft mit einer osteuropäischen Stadt geschlossen. Zappendusta: Mit der Schauburg wird das letzte Bottroper Kino geschlossen und abgerissen. Damit verliert die Stadt auch die einzige Theaterspielstätte. Während die Aula des Josef-Albers-Gymnasiums als Ersatzspielort für die Theateraufführungen genutzt werden kann, müssen die Kinogänger bis heute in die Nachbarstädte ausweichen. Nach Umbau und Restaurierung wird in der ehemaligen Vietorsmühle die Gaststätte Mühle eröffnet. Damit sind alle drei erhalten Mühlen Bottrop wieder einer Nutzung zugeführt. 1988 Zum neuen Oberbürgermeister wählt der Rat Kurt Schmitz (SPD). 1989 August Everding erhält die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bottrop. 1991
Das ehemalige Gebäude des Heinrich-Heine-Gymnasiums an der Blumenstraße wird zu einem Kulturzentrum umgebaut. An der Prosperstaße wird eine Gedenktafel am Standtort der ehemaligen Kommende Welheim aufgestellt. 1992 Nach 24 Jahren Pause gibt es erstmalig wieder echtes 'Bottroper Bier': Im alten Straßenbahndepot an der Gladbecker Straße eröffnet das Brauhaus Bottich. 1993
1994 Dietmar Kreul (SPD) wird zum neuen Oberbürgermeister gewählt. 1995
Für ein anderes bekanntes Bottroper Bauwerk schlägt die letzte Stunde: Der Bottroper Hauptbahnhof wird abgerissen. Der gesamte Haltepunkt wird um 500 Meter verlegt, das historische Gebäude ist nicht mehr zu retten. Der erste hauptamtliche Oberbürgermeister der Stadt wird der bisherige Oberstadtdirektor Ernst Löchelt (SPD). Die kommunale Doppelspitze wird abgeschafft. 1996 Bottrops größte Sportarena, die Dieter-Renz-Halle am Jahnstadion, brennt bis auf die Grundmauern ab. 1997 1999 Nach dem Prosper III-Gelände wird mit dem Hüls-Gelände im Ortsteil Boy das zweite ehemalige Industriegelände einer neuen Nutzung zugeführt. Nach dem Abruch der Industrieanlagen und der Revitalisierung des Geländes wird neben einem Industriegebiet in mehreren Bauabschnitten bis 2005 auch ein Neubaugebiet geschaffen. Zum ersten Mal in der Geschichte Bottrops wird das Stadtoberhaupt direkt gewählt: Ernst Löchelt (SPD) wird in seinem Amt als Oberbürgermeister nach einer Stichwahl bestätigt. Die Stadt Bottrop beantragt erstmalig, die Fläche der ehemaligen Kommende Welheim als Bodendenkmal aufzunehmen.
21. Jahrhundert 2000
Nach der Umgestaltung des Cyriakus-Platzes wird ein neuer Brunnen mit frei schwimmenden Granitkugeln angelegt. 2001
Der Förderverein Torhaus Haus Hove wird gegründet. Zweck des Vereines ist der Wiederaufbau des ältesten Bauwerks Bottrops, dem Torhaus des Gutes Hove aus dem 15. Jahrhundert. Nach jahrzehntelangem Verfall ist nur noch ein Steinhaufen davon übriggeblieben. Das Musical Mercartor's Karte, eine Zusammenarbeit der städtischen Musikschule und der Kulturwerkstatt Bottrop hat nach zwei Jahren Vorbereitung im Lichthof der Berufsschule Premiere. Nach dem Verkauf der städtischen Bernd-Schnock-Halle in Kirchhellen entsteht dort das zweite Bottroper Brauhaus. 2002 Die rückgebaute und neu gestaltete Osterfelder Straße wird Ende September feierlich eröffnet. Auch der Hansa-Block wird an der Ecke zur Hansastraße modernisiert. Die Kirchhellener Straße und die Schützenstraße werden im Zuge der Maßnahmen teilweise von Durchgangsverkehr abgekoppelt. 2003 Die Sparkasse Bottrop feiert ihr 125jähriges Bestehen. Mit dem Abbruch von Reidick und der Schließung von Zur Schattigen Buche verliert Bottrop zwei weitere Traditionsgaststätten.
Der Rat der Stadt beschließt den Bau des Jugendkombihauses auf dem ehemaligen Hüls-Gelände. Die Einrichtung, die ab 2005 errichtet wird, beinhaltet ein Jugendhotel, einen offenen Jugendtreff, Werkstätten zur Ausbildung, eine Kneipe und eine Veranstaltungshalle für bis zu 1.200 Personen. 2004 Das Torhaus Haus Hove ist nach vierjähriger Bauzeit wieder aufgebaut und wird der Öffentlichkeit übergeben. Eine Dokumentation der Geschichte der Adelshäuser wird im Folgejahr in den Räumlichkeiten ergänzt.
Bei den Kommunalwahlen wird Peter Noetzel (SPD) nach einer Stichwahl zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Mit der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes stellt die Stadt die Weichen für die nächsten Jahre: Vor allem in Kirchhellen-Mitte und Feldhausen sollen neue Wohngebiete entstehen, damit die Stadt wie bisher ihre konstanten Bevölkerungszahlen halten kann. 2005 Das Jahnstadion, Bottrops größte Sportarena, wird komplett umgebaut. Neben einer Begradigung der Rasenfläche werden neue Tribünen sowie Flutlichtmasten errichtet. Rechtzeitig zu den World Games, die neben Duisburg, Mülheim und Oberhausen auch in Bottrop stattfinden, wird die Arena, in der die Orientierungslaufwettbewerbe starten, fertig. Darüber hinaus werden im Bottroper Saalbau die Billardwettbewerbe ausgetragen. Der Kölner Künstler Gunther Demnig setzt in Bottrop die ersten Stolpersteine in die Bürgersteige, um an die Bottroper Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Diese Aktion wird in den nächsten Jahren fortgesetzt.
Das Bistum Essen muss sparen: Nach der Reform sollen von den 18 selbständigen katholischen Pfarreien Alt-Bottrops nur noch zwei übrigbleiben: St. Cyriakus und St. Joseph. Alle anderen Pfarreien sollen zu 'Filialkirchen' umgewandelt werden oder gar geschlossen werden. 2006 Das Südring-Center wird eingeweiht. Direkt neben dem Hauptbahnhof ist in kurzer Zeit ein neues Nahversorgungzentrum mit Frischemarkt, Discounter, Fastfood-Filiale, Hotel, Ärztehaus und Discothek entstanden. Ebenso neu: Das Jugendhotel in Bottrop-Boy, Teil des im Bau befindlichen Jugendkombihaus-Projektes, wird eingeweiht.
Zum 1. April stellen die Ruhr-Nachrichten die Bottroper Ausgabe ein und schließen die Lokalredaktion, genau zum 125. Jahrestag der ersten Ausgabe der Bottroper Volkszeitung, deren offizieller Nachfolger der Lokalteil der Ruhr Nachrichten war. Damit gibt es in Bottrop nur noch eine Tageszeitung. Wenige Monate später wird mit Mittendrin! eine kostenlose Wochenzeitung gestartet, die diesen Mangel lindern soll. Die Boy verliert fast zeitgleich zwei geschichtsträchtige Bauwerke: Sowohl die alte Johannesschule als auch der Arenberger Hof werden im März abgerissen.
Das Heinrich-Heine Gymnasium feiert im September sein 100jähriges Bestehen mit einer Reihe von Veranstaltungen. 2007 Mit Gliwice (Gleiwitz) aus Polen wird die sechste Städtepartnerschaft von Bottrop eingegangen. Gleichzeitig werden beim Stadtfest die 40jährige Partnerschaft mit Tourcoing (Frankreich) und die 20jährige Partnerschaft mit Vesprem (Ungarn) gefeiert. Der Sportplatz von Rhenania Bottrop wird verlegt: Mit dem Abriss der alten Zechenmauer und der Aufschüttung eines Erdwalls auf dem ehemaligen Hölter-Gelände an Arenberg-Fortsetzung wird des Projekt begonnen. Auch sonst schlägt der Abbruchhammer mächtig zu: Die Mühle Stadtmann am Lamperfeld, das Möbelgeschäft Dümpel & Spörlein an der Tourneaustraße, die Eisdiele Gavas auf der Hochstrasse, die ehemalige Redaktion der Ruhr-Nachrichten in der Gerichtsstrasse und der alte Ringofen an der Horster Strasse fallen Neubauten zum Opfer. 'Prominentestes' Opfer ist jedoch das Hallenbad in Stadtmitte, das im Juni nach fast 50 Jahren im Zuge der Umgestaltung des Berliner Platzes weichen muss. Im Zuge des Tags des offenen Denkmals wird die alte Glocke der Cyriakuskirche erstmals seit Jahrzehnten von Ihrem Denkmalsockel am Rathaus angehoben und auf Ihren Klang gestestet. Das positive Ergebnis widerlegt die Einschätzung von 1921, das die Glocke nicht mehr klingt. Mit der Eröffnung der Discothek Prisma wird ein weiterer Teil des Jugendkombihaus-Projekts in der Boy fertiggestellt.
Mit St. Paul wird die erste katholische Kirche im Zuge der Reform des Bistums Essen geschlossen. 2008 Die Modernisierung der Innenstadt wird mit Plänen zur Umgestaltung der Fläche des Berliner Platzes und des Geländes rund um das ehemalige Hallenbad fortgesetzt. Gegenüber dem Hansa-Zentrum wird ein Einkaufscenter gebaut; der Berliner Platz wird komplett umgestaltet, aber weiterhin als Marktplatz nutzbar sein. Der Markt findet nun in der Innenstadt statt. Das Hansa-Zentrum selbst wird im Sommer zwangsversteigert und soll ab 2009 kernsaniert werden. Nach der Umstellung des städtischen Haushalts auf das NKF ist dieser erstmals seit Jahren nicht mehr genehmigungspflichtig. Das Hallenbad wird an der Parkstrasse im Schatten des Jahnstations und der Dieter-Renz-Halle neugebaut und nach 14 Monaten Bauzeit im November eröffnet. 2009 Mit der Eröffnung von Kaufpark und einem Gratiskonzert mit den Gruppen Extrabreit und Luxuslärm wird der Umbau des Berliner Platzes abgeschlossen. Auch für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gibt es konkrete Umbaupläne. Bis Ende 2010 wird er am Berliner Platz komplett neu erstehen. Ab Januar 2009 wird er deswegen für die Umbauphase zum Gleiwitzer Platz verlegt Bei den Kommunalwahlen im Juni gibt es mit Bernd Tischler (SPD) einen neuen Oberbürgermeister. Die Amtszeit künftiger OB's ist durch eine Gesetzesänderung verlängert; auch fällt die Stichwahl weg. Die Sparbeschlüsse des Stadtrates von 2006 in eigener Sache werden nun wirksam: der Rat wird um 4 Sitze, die Bezirksvertretungen um je 2 Sitze verkleinert. Erstmals sind mit SPD, CDU, ÖDP, B90/GRÜNE, DKP, FDP, DIE LINKE und den Freien Wählern nun acht Parteien im Rat der Stadt vertreten. Bottrop bekommt zusammen mit Mülheim den Zuschlag als Standort einer neuen Fachhochschule. Diese soll ab 2014 auch ein eigenes Gebäude neben der Berufsschule haben. 2010 Bottrop ist als eine der 52 Ruhrgebietstädte Teil der Kulturhauptstadt 2010. Im Juni wird mit der Local Hero Woche der kommunale Höhepunkt der Veranstaltungen in Bottrop sein, die mit dem Quadrat, dem Festival Orgel Plus, den Aufführungen von 'Aida' im Haldentheater, dem Tetraeder bei der Extraschicht, einen neuen Stadtmusical der Musikschule, Ausstellungen wie Ruhri.2010, Fremde im Revier (Franzosen in Bottrop) oder Bernd und Hilla Becher: Bergwerke und Hütten punkten kann. St. Paul, die erste geschlossene katholische Kirche, soll im Zuge einer Neubebauung abgerissen werden. Das ehemalige Klärwerk an der Berne in Ebel wird im Zuge der Kulturhaupstadt der Emschergenossenschaft zum Bernepark mit Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten umgebaut. to be continued.... |